Friedrich Merz

Kandidat der CDU Hochsauerlandkreis für den Deutschen Bundestag

#MerzMail 2

Liebe Unterstützerinnen,
liebe Unterstützer,

mit Corona und den Einschränkungen unseres Alltags machen wir vielfältige neue Erfahrungen, im Guten wie im Schlechten. Zu den guten Erfahrungen zählen die Videoformate für Konferenzen und Besprechungen – Formate, die es schon lange vorher gab, die wir aber jetzt erst richtig zu nutzen wissen. Vor allem das Arbeiten von zu Hause aus hat dadurch einen ganz anderen Stellenwert bekommen.

Das Homeoffice kann die persönlichen Begegnungen am Arbeitsplatz nicht ersetzen, aber es eröffnet Möglichkeiten, Beruf und Familie besser miteinander zu vereinbaren. Wir sollten dabei nicht übersehen, dass Homeoffice auch zu neuen Belastungen für junge Familien führen kann, wenn sie auf engem Raum leben. Vor allem junge Frauen sind davon zu oft betroffen. Aber insgesamt überwiegen die Vorteile. Homeoffice wird auch nach Corona weit mehr als in der Vergangenheit unseren beruflichen Alltag bestimmen.

Ein typischer Reflex von Teilen der Politik auf solche Entwicklungen ist regelmäßig der Ruf nach einer gesetzlichen Regelung. Aber muss aus der Nutzung des Homeoffice gleich ein Rechtsanspruch werden? Brauchen wirklich alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch – Arbeitnehmer in der Produktion genauso wie die Projektleiterin eines Dienstleistungsunternehmens? Alles über einen Kamm, jeder 24 Tage im Jahr? Oder könnten wir nicht ausnahmsweise einmal den Unternehmen und den Beschäftigten vertrauen, dass sie das in ihrem Verantwortungsbereich schon eigenverantwortlich vernünftig regeln?

Jedes gut geführte Unternehmen wird aus eigenem Interesse so viel Homeoffice anbieten wie möglich. Freiwillige Vereinbarungen haben sich bewährt. Ein gesetzlicher Anspruch dagegen muss überwacht werden, schafft wieder einmal unnötige zusätzliche Bürokratie und führt zu neuen Streitigkeiten vor den Arbeitsgerichten. Deutschland ächzt schon jetzt unter der Last von Gesetzen und Verordnungen, die keiner mehr alle kennt, und einer Verwaltung, die deshalb kaum noch Zeit findet, sich auf die wirklich wichtigen Aufgaben zu konzentrieren. Ein Rechtsanspruch auf Homeoffice ist unnötig und überflüssig. Und die Qualität der Politik bemisst sich nicht allein an der Zahl der Gesetze und Verordnungen, die sie jede Woche neu produziert.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche.

Ihr
Friedrich Merz