Auf­ruf der Sena­to­rin­nen und Sena­to­ren der Deut­schen Natio­nal­stif­tung zur Euro­pa­wahl

Erst­mals in der 25-jäh­ri­gen Geschich­te haben Sena­to­rin­nen und Sena­to­ren der Deut­schen Natio­nal­stif­tung zu einer Wahl auf­ge­ru­fen: zur Euro­pa­wahl 2019. Dabei geht es um viel – und das kann uns nicht gleich­gül­tig sein. Der Auf­ruf wur­de am 7. Mai in der Bundes­presse­konferenz vor­ge­stellt (Foto: Deut­sche Natio­nal­stif­tung)

Zum ers­ten Mal in ihrer Geschich­te ruft die Deut­sche Natio­nal­stif­tung zu einer Wahl auf. Die Gründer der Stif­tung – Hel­mut Schmidt gemein­sam mit Per­sön­lich­kei­ten aus ver­schie­de­nen Par­tei­en und gesell­schaft­li­chen Grup­pie­run­gen – woll­ten sich dafür ein­set­zen, „dass das geein­te Deutsch­land einen Bei­trag zu einer dau­er­haf­ten Frie­dens­ord­nung in Euro­pa leis­ten kann“.

Fried­rich Merz hat die­sen Auf­ruf am Mor­gen in Ber­lin mit­un­ter­zeich­net.

Tat­säch­lich erlebt die Staa­ten­ge­mein­schaft der Euro­päi­schen Uni­on seit 74 Jah­ren die längs­te Frie­dens­epo­che ihrer Geschich­te. Zugleich bedrän­gen sie tief­grei­fen­de Ver­schie­bun­gen der poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen, demo­gra­fi­schen und auch mili­tä­ri­schen Gewich­te. Sind ihre gro­ßen Errun­gen­schaf­ten nicht mehr schützens- und ver­tei­di­gens­wert? Sind die Ach­tung der Men­schen­rech­te, die par­la­men­ta­ri­sche Demo­kra­tie zu selbst­ver­ständ­lich gewor­den? Sind die fried­li­che Nach­bar­schaft, die offe­nen und tole­ran­ten Gesell­schaf­ten wert­los?

In vie­len Län­dern machen Popu­lis­ten gegen Euro­pa mobil. Sie wol­len zer­stö­ren, was in Jahr­zehn­ten auf­ge­baut wor­den ist, was überzeugte Euro­päe­rin­nen und Euro­pä­er in gedul­di­ger Zusam­men­ar­beit erreicht haben. Es fehlt ihnen jeg­li­che Ant­wort auf die wich­tigs­ten Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit. Sie haben kei­ne Lösun­gen für überlebenswichtige The­men wie den Umgang mit der Glo­ba­li­sie­rung, wie inne­re und äuße­re Sicher­heit, Kli­ma- und Umwelt­schutz, Bekämp­fung des Ter­ro­ris­mus, frei­er und fai­rer inter­na­tio­na­ler Han­del oder Migra­ti­on.

All‘ die­se Her­aus­for­de­run­gen sind nicht im Klein­klein natio­nal­staat­li­chen Han­delns zu regeln, schon gar nicht in natio­na­len oder gar natio­na­lis­ti­schen Wagen­bur­gen. Die Deut­sche Natio­nal­stif­tung sieht Euro­pa in Gefahr. Sie ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, zur Wahl zu gehen und zu zei­gen, dass wir das ver­ein­te Euro­pa mit unse­rem Ver­stand und unse­rem Her­zen unterstützen wol­len. Die Gründer der Natio­nal­stif­tung haben damals gesagt: „Die Idee der deut­schen Nati­on und die Bestim­mung unse­rer natio­na­len Iden­ti­tät dürfen wir weder extre­men poli­ti­schen Kräf­ten noch den Geg­nern der euro­päi­schen Inte­gra­ti­on überlassen.“

Genau dar­um geht es am 26. Mai: Lie­fern wir das Euro­päi­sche Par­la­ment nicht denen aus, die es abschaf­fen wol­len. Set­zen wir ein Signal für ein frei­es und star­kes und demo­kra­ti­sches Euro­pa!

Die Unter­zeich­ne­rin­nen und Unter­zeich­ner des Auf­rufs der Deut­schen Natio­nal­stif­tung anläss­lich der Euro­pa­wahl:

Prof. Dr. Horst Köh­ler
Bun­des­prä­si­dent a.D.
Prä­si­dent des Senats der Deut­schen Natio­nal­stif­tung

Peer Steinbrück
Bun­des­mi­nis­ter a.D.
Vize­prä­si­dent des Senats der Deut­schen Natio­nal­stif­tung

Prof. Dr. Rüdiger Gru­be
Vor­sit­zen­der des Kura­to­ri­ums der Deut­schen Natio­nal­stif­tung

Dr. Tho­mas Mirow
Sena­tor a..D.
Vor­stands­vor­sit­zen­der der Deut­schen Natio­nal­stif­tung

Dr. Patrick Ade­nau­er
Gesell­schaf­ter der Unter­neh­mens­grup­pe BAU­WENS

Prof. Dr. Kurt Bie­den­kopf
Minis­ter­prä­si­dent von Sach­sen a.D.

Dr. Niko­laus von Bom­hard
Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der Deut­schen Post

Dr. Man­fred Bisch­off
Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­rats der Daim­ler SE

Dr. Ulrich Car­tel­lie­ri
ehem. Vor­stands­spre­cher und Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der Deut­schen Bank

Dr. Ger­hard Crom­me
Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­rats der Sie­mens AG (2007–2018)

Sig­mar Gabri­el, MdB
Bun­des­mi­nis­ter a.D.

Syl­vie Gou­lard
Mit­glied des Euro­päi­schen Par­la­ments a.D.

Prof. Dr. Die­ter Grimm
Hoch­schul­leh­rer em., Bun­des­ver­fas­sungs­rich­ter a.D.

Dr. Hans-Jochen Jasch­ke
Weih­bi­schof em.

Dr. Nec­la Kelek
Publi­zis­tin

Prof. Dr. Nor­bert Lam­mert
Bun­des­tags­prä­si­dent a.D.; Vor­sit­zen­der der Kon­rad-Ade­nau­er-Stif­tung

Prof. Dr. h.c. Klaus Leh­mann
Prä­si­dent des Goe­the-Insti­tuts

Prof. Dr. Wolf Lepe­nies
Hoch­schul­leh­rer em.

Cris­ti­an Lind­ner, MdB
Vor­sit­zen­der der FDP-Bun­des­tags­frak­ti­on

Dr. h.c. Lothar de Mai­ziè­re
Rechts­an­walt, letz­ter Minis­ter­prä­si­dent der DDR

Fried­rich Merz
Rechts­an­walt

Jes Albert Möl­ler
Rich­ter, ehem. Prä­si­dent des Lan­des­ver­fas­sungs­ge­richts Bran­den­burg (2012 – 2019)

Dr. h.c. Klaus Nau­mann
Gene­ral a.D.

Prof. Dr. Micha­el Otto
Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der Otto Group

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Her­mann Par­zin­ger
Prä­si­dent der Stif­tung Preu­ßi­scher Kul­tur­be­sitz

Dag­mar Reim
Inten­dan­tin RBB a.D.

Dirk Rei­mers
Staats­rat a.D.

Olaf Scholz
Bun­des­mi­nis­ter der Finan­zen

Prof. Dr. Richard Schrö­der
Hoch­schul­leh­rer em.

Prof. Dr. Susan­ne Schrö­ter
Frank­fur­ter For­schungs­zen­trum Glo­ba­ler Islam (FFGI)
Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt am Main

Dr. Josef Schus­ter
Prä­si­dent des Zen­tral­rats der Juden in Deutsch­land

Micha­el Vas­si­lia­dis
Vor­sit­zen­der der Gewerk­schaft IG Berg­bau, Che­mie, Ener­gie

Dr. Giu­sep­pe Vita
Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der Axel Sprin­ger SE

Ulrich Vos­winckel
ehem. Vor­sit­zen­der des Stif­tungs­rats der Kör­ber-Stif­tung

Dr. Rose­ma­rie Wilcken
Bürgermeisterin der Stadt Wis­mar a.D.

Prof. Dr. Hein­rich August Wink­ler
Hoch­schul­leh­rer em.