Liebe Unter­stützerin­nen,
liebe Unterstützer,

am Sam­stagabend dürfte ein großes Aufat­men durch die west­liche Welt gegan­gen sein, als uns die Mel­dung erre­ichte, dass Joe Biden und Kamala Har­ris nach lan­gen Auszählt­a­gen die Präsi­dentschaftswahlen in den USA gewon­nen haben. Es war nicht der erwartete Erdrutschsieg, eher eine Zit­ter­par­tie, und wieder ein­mal haben sich die Demoskopen ziem­lich geir­rt. Aber immer­hin, am Ende hat es gere­icht, auch wenn Don­ald Trump die Nieder­lage nicht ein­se­hen will und lang­wierige juris­tis­che Auseinan­der­set­zun­gen noch ausste­hen mögen.

Es wird jet­zt trotz­dem nicht wieder alles gut. Die Repub­likanis­che Partei wird möglicher­weise eine knappe Mehrheit im Sen­at behal­ten. Und 70 Mil­lio­nen Trump-Wäh­ler sind auch mor­gen noch 70 Mil­lio­nen Amerikan­er, die ihren neuen Präsi­den­ten nicht ohne weit­eres anerken­nen wer­den. Trump hat Gift in die amerikanis­che Gesellschaft hineinge­tra­gen, und davon wird sich Ameri­ka so schnell nicht erholen.

In den Sen­at ist unter anderem der Repub­likan­er Lind­say Gra­ham aus South Car­oli­na wiedergewählt wor­den. Er hat ein gutes Wahlergeb­nis bekom­men, obwohl er einst zu den Kri­tik­ern von Trump zählte und vielle­icht weil er in den let­zten Monat­en zu einem sein­er größten Unter­stützer wurde. Ich habe Lind­say Gra­ham vor vie­len Jahren als einen gemäßigten Repub­likan­er ken­nen­gel­ernt, der mit John McCain eng zusam­mengear­beit­et hat­te. Dessen ver­söh­nende und ver­mit­tel­nde Hal­tung, den Respekt vor den Insti­tu­tio­nen des Staates und die staat­spoli­tis­che Hal­tung jen­seits aller Parteipoli­tik hat Gra­ham sich nicht zu eigen gemacht. Er wird im Gegen­teil, so wie schon in den let­zten Tagen, auch in den näch­sten Jahren dafür sor­gen, dass die Polar­isierung im Kongress und die Spal­tung der amerikanis­chen Gesellschaft fortbeste­hen bleiben. Der „Trump­is­mus“ wird noch lange nach­wirken, und Gra­ham dürfte ein­er der Garan­ten dafür sein.

Die Reden von Kamala Har­ris und Joe Biden in der Nacht zu Son­ntag haben mich trotz­dem sehr bewegt. Vor allem in der Rede von Kamala Har­ris kam dieser tiefe Wun­sch viel­er Amerikan­er zum Aus­druck, eine geeinte und starke Nation zu sein, über alle sozialen und eth­nis­chen Schicht­en hin­weg. Sie wird die erste Vizepräsi­dentin mit Migra­tionsh­in­ter­grund sein, und sie kön­nte die erste amerikanis­che Präsi­dentin werden.

Die neue Regierung ist eine Chance für uns Deutsche und für uns Europäer, die transat­lantis­chen Beziehun­gen wieder auf ein festes und ver­lässlich­es Fun­da­ment zu stellen. Der Wiedere­in­tritt Amerikas in das Paris­er Kli­maabkom­men kön­nte ein erster Schritt sein hin zu einem Ameri­ka, das sich inter­na­tion­al wieder stärk­er engagiert. Nutzen wir auch von unser­er Seite aus die Chance, mit Ameri­ka und sein­er neuen Regierung unsere Wertege­mein­schaft zu erneuern.

Ich wün­sche Ihnen eine gute Woche.

Ihr
Friedrich Merz

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